Der Appenzeller Sennenhund ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse (FCI-Gruppe 2, Sektion 3, Standard Nr. 46).
Von den Schweizer Sennenhunden gibt es vier verschiedene Hunderassen (der Grösse nach geordnet, beginnend mit der grössten und schwersten Rasse):
Der Appenzeller Sennenhund gehört zu den Bauernhunden. Die Hunde haben sich hier zusammen mit der einheimischen bäuerlichen Wirtschaftsform entwickelt und sind für (und durch) die Schweizer Bauern und Hirten zu dem geworden, was sie heute ausmacht: sie sind gute Hüter und Treiber des Viehs und als Wächter gut geeignet. Die Bauern im Appenzellerland und den umliegenden Bergkantonen betrachten ihre Hunde noch immer unter dem Gesichtspunkt der Gebrauchstüchtigkeit und züchten weniger nach rassebedingter Schönheit.
Der gut proportionierte Hund hat ein stockhaariges, schwarzes Fell mit symmetrischen braunen und weißen Abzeichen, das leicht zu pflegen ist. Eine havannabraune Grundfarbe des Fells ist ebenfalls erlaubt. Die Rüden können 52 cm bis 56 cm groß werden, Hündinnen zwischen 50 cm und 54 cm. Bezüglich Gewicht legt sich der Standard nicht fest. Die Rute des Appenzeller Sennenhundes ist gekringelt und wird auch als „Posthörnchen“ bezeichnet.
Der Appenzeller Sennenhund ist zum Hüten und Treiben von Rindern (Kühen) geeignet, kennt jedes Tier seiner Herde und ist damit seinem Verwandten, dem Entlebucher Sennenhund, ähnlich. Dieser energisch und flink agierende Hund kann auch eine große Anzahl verstreute Tiere auf weiten Gebieten zusammentreiben. Er ist wetterhart, intelligent und wachsam – somit ein guter Wächter und auch als Lawinenhund geeignet. Es werden in letzter Zeit auch vermehrt mit großem Erfolg Appenzeller Sennenhunde als Blindenführhunde ausgebildet und eingesetzt.
Der Appenzeller Sennenhund ist vom Charakter her eher unbeschwert. Er bewegt sich gern und braucht angemessene Beschäftigung. Meist zeigt er sich sehr sozial sowohl Menschen, einschließlich Kindern, als auch anderen Hunden gegenüber. Als aufmerksamer Wächter bellt der Appenzeller Sennenhund gern und lautstark, allerdings ist er kein üblicher „Kläffer“. Sein helles Organ ist für seine Rasse markant. Er hat eine gute Auffassungsgabe, ist sehr lernwillig und -fähig und beherrscht es schnell, gehorsam zu werden, wenn man es richtig angeht. Die Erziehung des Appenzellers ist wegen seines guten Einfühlungsvermögens, was Mimiken und Gestiken seiner Bezugspersonen angeht, vergleichbar unkompliziert; Stringenz ist aber sehr förderlich.
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