18.12.2010
Berner Sennenhunde in Not - www.bsin.de:
"Liebe Tierfreunde, Vor etwas über einem Jahr haben wir mit Eurer Hilfe den eindrücklichen Bären 'Orso' aus dem Tierheim Mulhouse in unsere Vereinsobhut übernehmen können.
Er hat in Kürze allein mit seinem Aussehen die Herzen aller erobert.
Sein Charakterkopf, seine Sturmfrisur, sein ständiges Grummeln sind unvergesslich. Sein Wesen hat es ihm leider nicht erlaubt, eine enge Beziehung zu Menschen aufbauen zu können, lieber war er auch in der Pflegefamilie der Einzelgänger, Menschen erschienen ihm vermutlich sogar lästig. Otto, wie er bei uns genannt wurde, war aber dennoch immer nahe am Geschehen mit dabei, hat sein neues Leben auf seine eigene Art genossen.
Die tierärztlichen Untersuchungen und die Unterstützung durch Medikamente und Schmerzlinderung haben Otto wieder erlaubt, auf seine Weise aufzublühen und fröhlich zu sein.
Anfangs Monat zeigte Otto leider gesundheitliche Probleme, vermutlich machten ihm seine Knochen bzw. die HD und Arthrose sehr zu schaffen, die Schmerzmedikamentation wurde intensiviert. Und vergangenen Freitagabend 10.12. lag Otto dann einfach mit geschlossenen Augen auf seinem Kissen, für immer eingeschlafen...
Wir trauern um einen einmaligen Berner Sennenhund.
Danke an Euch, die Otto auf ihren Tierschutz-Seiten gezeigt haben, und Danke, wenn ihr Otto nun auch einen schönen Platz bei den Regenbogenhunden schenkt."
UPDATE Mai 2010: Neues von Otto findet man in seinem Pflegetagebuch von BSiN: Link
Er ist langsam und vorsichtig aufgetaut und macht täglich klitzekleine Fortschritte auf seine Menschen zu.
Kontakt und Vermittlung:
Berner Sennenhunde in Not e.V.
web: http://www.bsin.de
Jan. 2010: Orso (bei uns Otto) geht es den Umständen entsprechend gut. Er hat sich in der neuen Situation eingelebt, kommt mittlerweile seine Leckerchen selber abholen, beansprucht aber nach wie vor seinen eigen gewählten Sicherheitsabstand und ist nach wie vor noch nicht vermittlungsbereit. Orso benötigt noch längere Zeit, bis er Vertrauen in die Menschen gewonnen hat, und diese Zeit möchten wir ihm gerne geben. Orso hat bei uns alle Zeit der Welt, sich an sein neues Leben zu gewöhnen, dies mit liebevoller Unterstützung seiner Pflegefamilie. Die einen Hunde sind einfach zu vermitteln, andere Hunde etwas schwieriger; aber für alle finden wir früher oder später die richtige Familie, den Deckel zum Topf :-)
Herzliche Grüsse
Nov. 2009: Orso ist umgezogen und wird nun durch Berner Sennenhunde in Not (www.berner-sennenhunde-in-not.ch) vermittelt.
10.10.2009: Beurteilung durch Martina Braun, Tierpsychologin:
Äusserlich ungepflegt bis verfilzt, gedrungen und vermutlich unter all dem Fell übergewichtig. Ich vermute, dass nicht viel Muskulatur vorhanden ist und dass sein Gang daher so „schwerfällig“ ist. Eitrige Augenentzündung. Ausgeprägter Stopp und leichter Ueberbiss. Sehr schöne Zähne für sein Alter.
Verhalten gegen Menschen ausserhalb des Tierheim-Zwingers: leicht reserviert bis zurückhaltend, keinerlei Aggression oder Aggressionsbereitschaft. Er ist bindungsfähig (was man am Verhältnis zum Pfleger sah), scheint aber völlig verwirrt und gestresst durch die Veränderungen und den Tierheimaufenthalt. Obwohl ich ein paar Situationen provoziert habe (direkt auf ihn zu gehen, Enge, beim Leckerli geben nicht losgelassen), zeigte er defensives, Konflikt meidendes Verhalten und beim Leckerli nehmen deutliche Beisshemmung.
Verhalten gegen Menschen im Zwinger: Sein Zwinger ist sein einziges, derzeitiges Daheim und daher reagiert er territorial. Er knurrt (oder grummelt); Schwanzwedeln aufgrund Erregung, da sein Territorium betreten wird; Er fixiert mit den Augen, zieht sich aber gleichzeitig zurück; zeigt keine Aggression sondern Abwehrdrohen. Nach wenigen Minuten beruhigt er sich und legt sich hin. Verhalten gegen andere Hunde ausserhalb und im Tierheim: freundlich-interessiert; soziale Kontaktaufnahme einwandfrei / Begegnung mit anderem Rüden angeschaut. Andere Tiere: gemäss der Tierheimleitung hat er beim früheren Besitzer auf einem Bauernhof und mit Katzen zusammen gelebt, sodass man davon ausgehen kann, dass auch mit Katzen kein Problem besteht.
Aus meiner Sicht ist Orso durchaus platzierbar. Empfehlenswert wäre ein ruhiger Platz, eventuell auch zusammen mit (einem) anderen Hund(en). Katzen wären vermutlich kein Hindernis. Der neue Besitzer von Orso sollte hunde-erfahren sein und über ruhige, souveräne Konsequenz verfügen. Wird Orso ermahnt oder in seine Grenzen gewiesen, gibt er „grummelnd“ nach. Familie mit Kindern unter 12 Jahren würde ich nicht empfehlen, eher evtl. Menschen mittleren Alters, die ein ruhiges, ausgeglichenes Leben führen und wo nicht allzu viel Betrieb herrscht. Man muss davon ausgehen, dass Orso auch am neuen Platz territorial reagieren wird, daher würde ich empfehlen, vom ersten Tag an zu vermeiden, dass er strategisch wichtige Plätze (z.B. Eingangsbereich, vor dem Haus, Vorgarten etc.) einnimmt. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass alles, was dem Hund wichtig ist (Fressen, Spielen, Schmusen etc) ausser Haus stattfindet. Das reduziert immer jede Neigung zu territorialem Verteidigen! Hierzu wäre ND (Natural-Dogmanship) das Mittel der Wahl.
18.12.2010
Berner Sennenhunde in Not - www.bsin.de:
"Liebe Tierfreunde, Vor etwas über einem Jahr haben wir mit Eurer Hilfe den eindrücklichen Bären 'Orso' aus dem Tierheim Mulhouse in unsere Vereinsobhut übernehmen können.
Er hat in Kürze allein mit seinem Aussehen die Herzen aller erobert.
Sein Charakterkopf, seine Sturmfrisur, sein ständiges Grummeln sind unvergesslich. Sein Wesen hat es ihm leider nicht erlaubt, eine enge Beziehung zu Menschen aufbauen zu können, lieber war er auch in der Pflegefamilie der Einzelgänger, Menschen erschienen ihm vermutlich sogar lästig. Otto, wie er bei uns genannt wurde, war aber dennoch immer nahe am Geschehen mit dabei, hat sein neues Leben auf seine eigene Art genossen.
Die tierärztlichen Untersuchungen und die Unterstützung durch Medikamente und Schmerzlinderung haben Otto wieder erlaubt, auf seine Weise aufzublühen und fröhlich zu sein.
Anfangs Monat zeigte Otto leider gesundheitliche Probleme, vermutlich machten ihm seine Knochen bzw. die HD und Arthrose sehr zu schaffen, die Schmerzmedikamentation wurde intensiviert. Und vergangenen Freitagabend 10.12. lag Otto dann einfach mit geschlossenen Augen auf seinem Kissen, für immer eingeschlafen...
Wir trauern um einen einmaligen Berner Sennenhund.
Danke an Euch, die Otto auf ihren Tierschutz-Seiten gezeigt haben, und Danke, wenn ihr Otto nun auch einen schönen Platz bei den Regenbogenhunden schenkt."
UPDATE Mai 2010: Neues von Otto findet man in seinem Pflegetagebuch von BSiN: Link
Er ist langsam und vorsichtig aufgetaut und macht täglich klitzekleine Fortschritte auf seine Menschen zu.
Kontakt und Vermittlung:
Berner Sennenhunde in Not e.V.
web: http://www.bsin.de
Jan. 2010: Orso (bei uns Otto) geht es den Umständen entsprechend gut. Er hat sich in der neuen Situation eingelebt, kommt mittlerweile seine Leckerchen selber abholen, beansprucht aber nach wie vor seinen eigen gewählten Sicherheitsabstand und ist nach wie vor noch nicht vermittlungsbereit. Orso benötigt noch längere Zeit, bis er Vertrauen in die Menschen gewonnen hat, und diese Zeit möchten wir ihm gerne geben. Orso hat bei uns alle Zeit der Welt, sich an sein neues Leben zu gewöhnen, dies mit liebevoller Unterstützung seiner Pflegefamilie. Die einen Hunde sind einfach zu vermitteln, andere Hunde etwas schwieriger; aber für alle finden wir früher oder später die richtige Familie, den Deckel zum Topf :-)
Herzliche Grüsse
Nov. 2009: Orso ist umgezogen und wird nun durch Berner Sennenhunde in Not (www.berner-sennenhunde-in-not.ch) vermittelt.
10.10.2009: Beurteilung durch Martina Braun, Tierpsychologin:
Äusserlich ungepflegt bis verfilzt, gedrungen und vermutlich unter all dem Fell übergewichtig. Ich vermute, dass nicht viel Muskulatur vorhanden ist und dass sein Gang daher so „schwerfällig“ ist. Eitrige Augenentzündung. Ausgeprägter Stopp und leichter Ueberbiss. Sehr schöne Zähne für sein Alter.
Verhalten gegen Menschen ausserhalb des Tierheim-Zwingers: leicht reserviert bis zurückhaltend, keinerlei Aggression oder Aggressionsbereitschaft. Er ist bindungsfähig (was man am Verhältnis zum Pfleger sah), scheint aber völlig verwirrt und gestresst durch die Veränderungen und den Tierheimaufenthalt. Obwohl ich ein paar Situationen provoziert habe (direkt auf ihn zu gehen, Enge, beim Leckerli geben nicht losgelassen), zeigte er defensives, Konflikt meidendes Verhalten und beim Leckerli nehmen deutliche Beisshemmung.
Verhalten gegen Menschen im Zwinger: Sein Zwinger ist sein einziges, derzeitiges Daheim und daher reagiert er territorial. Er knurrt (oder grummelt); Schwanzwedeln aufgrund Erregung, da sein Territorium betreten wird; Er fixiert mit den Augen, zieht sich aber gleichzeitig zurück; zeigt keine Aggression sondern Abwehrdrohen. Nach wenigen Minuten beruhigt er sich und legt sich hin. Verhalten gegen andere Hunde ausserhalb und im Tierheim: freundlich-interessiert; soziale Kontaktaufnahme einwandfrei / Begegnung mit anderem Rüden angeschaut. Andere Tiere: gemäss der Tierheimleitung hat er beim früheren Besitzer auf einem Bauernhof und mit Katzen zusammen gelebt, sodass man davon ausgehen kann, dass auch mit Katzen kein Problem besteht.
Aus meiner Sicht ist Orso durchaus platzierbar. Empfehlenswert wäre ein ruhiger Platz, eventuell auch zusammen mit (einem) anderen Hund(en). Katzen wären vermutlich kein Hindernis. Der neue Besitzer von Orso sollte hunde-erfahren sein und über ruhige, souveräne Konsequenz verfügen. Wird Orso ermahnt oder in seine Grenzen gewiesen, gibt er „grummelnd“ nach. Familie mit Kindern unter 12 Jahren würde ich nicht empfehlen, eher evtl. Menschen mittleren Alters, die ein ruhiges, ausgeglichenes Leben führen und wo nicht allzu viel Betrieb herrscht. Man muss davon ausgehen, dass Orso auch am neuen Platz territorial reagieren wird, daher würde ich empfehlen, vom ersten Tag an zu vermeiden, dass er strategisch wichtige Plätze (z.B. Eingangsbereich, vor dem Haus, Vorgarten etc.) einnimmt. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass alles, was dem Hund wichtig ist (Fressen, Spielen, Schmusen etc) ausser Haus stattfindet. Das reduziert immer jede Neigung zu territorialem Verteidigen! Hierzu wäre ND (Natural-Dogmanship) das Mittel der Wahl.
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