Diese beiden wenige Monate alten Geschwister wurden von einem älteren Ehepaar an unsere Kollegin abgegeben. Ein drittes kitten aus dem natürlich wieder mal ungewollten Wurf kam bei Nachbarn unter.
Nun haben die Leute aber wohl eingesehen, dass sie mit der Kätzchenflut überfordert sind und die Mutterkatze kastrieren lassen.
Zum grossen Glück für die Kätzin, die nun nicht mehr mehrmals im Jahr ungewollten Nachwuchs bekommt und zu unserer grossen Erleichterung.
Wir übernehmen Abgabekitten nur noch dann, wenn die Besitzer die Mütter kastrieren lassen, weil nur Kastration hilft, die jährliche Flut von Abertausenden Kitten in jeder Region ein wenig kleiner werden zu lassen.
Sei es in der Umgebung von Basel, im südlichen Elsass oder Landkreis Lörrach - überall lebende Tausende unkastrierte Katzen - sei es zahme Katzen die Freigänger sind oder wild geborene oder verwilderte Hauskatzen - und alle sorgen jährlich mehrmals dafür, dass die Kittenflut nicht abreisst.
Wir lieben Katzen, und auch kitten, aber oft werden diese wehrlosen kleinen Geschöpfe draussen geboren und sterben an Krankheiten, Unterernährung oder verunfallen oder werden von Menschen grausam ermordet, weil sie keine andere Möglichkeit der "Regulierung" sehen, wollen.
Dabei ist es einfach, und auch nicht wirklich teuer, seine Katze und natürlich auch Kater kastrieren zu lassen.
Ungewollte Vermehrung von Haustieren, die später, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen, nur Hunger, Kälte, Krankheiten und Entbehrungen kennen, sollte in einer modernen Zivilisationsgesellschaft, wie wir die unseren ja so gerne bezeichnen, nicht mehr stattfinden.
Doch leider leben noch sehr viele unserer zweibeinigen Zeitgenossen geistig im letzten Jahrhundert und sind der Meinung, weibliche Tiere müssten doch mal Nachwuchs bekommen oder es ist ihnen schlicht und einfach egal, dass ihre Katzen Junge bekommen, weil die "eh nicht durchkommen", man sie sorglos an irgendjemand weiter verschenkt oder eben umbringt.
Doch genau das ist grausam, barbarisch und widerspricht jedem Tierschutzgedanken und hat nichts mit Tierliebe zu tun, sondern ist reiner Egoismus.
So viele Tiershcutzorganisationen müssen jedes Jahr Unsummen an Geldern aufbringen, um Hunde und Katzen zu kastrieren. Mag dies in den Ländern wo es Strassentiere zu Hundertausenden gibt, noch irgendwo nachvollziehbar sein, einfach weil es so viele herrenlose Tiere und keine mit unseren Tierheimen gute vergleichbare Einrichtungen gibt.
Aber bei uns in Mittel- und Westeuropa ist es eine Schande und Verschwendung von Mitteln, wenn wir als Tierschutzorgas die Arbeit leisten müssen, die jeder verantwortungsvolle Tierbesitzer inkl. Landwirten selbst machen könnte: seine Katzen und auch Hunde zu kastrieren, wenn er nicht bewusst damit züchten will.
Denn nur Kastration verhindert tausendfaches Tierleid!
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