Der sanft wehende Wind und die raschelnden Blätter der Bäume sangen gemeinsam ein Lied, das weder Text noch Ton hatte. Die wunderschöne Melodie war nur für jene hörbar, die das Leben auf eine Art und Weise verließen, die für auf Erden Weilende nicht erklärbar gemacht werden kann.
Manche nennen es den Tod. Andere sprechen darüber, als wäre es der Eintritt in eine bessere, wärmere, herzensgute Welt voller Engel und weißer Wolken.
Der sterbende Hund verstand jetzt endlich, was die Menschen damit gemeint hatten, wenn er sie hatte davon sprechen hören. Doch zeitgleich war es ganz anders als die Erzählungen, die er gehört hatte.
Es war nicht mehr suspekt, sondern warm und weich und er war mittendrin, in dieser Welle, die Anfang und Ende, Tod und Leben für den Bruchteil einer Sekunde zur Ewigkeit werden ließ.
Sorbonne ist vergangene Nacht in's Licht gegangen. Er ist nun in dieser besseren Welt, in der es keinen Schmerz gibt, nur Licht und Liebe.
Sorbonne, wir vermissen Dich. Du warst einzigartig. Und wir sind dankbar, dass Deine letzten Wochen, wenn auch schon gezeichnet von Deiner Krankheit, noch voller Liebe waren für Dich, Du den Wind und die Herbstblätter spüren konntest und frei warst von aller Pflicht. Du durftest in diesen letzten Wochen Du selbst sein, endlich ankommen zu Hause.
Nun ist Deine so liebevolle Hundeseele frei und leicht.
Wir werden Dich nie vergessen.
Auf dieser Seite möchten wir Cookies (auch von Dritten) verwenden. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie, damit einverstanden und mindestens 16 Jahre alt zu sein. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Weitere Infos.