Dürfen wir Tiere als unser Eigentum betrachten und lebenslang hinter Gittern einsperren? Sind sie Individuen mit eigenen Rechten? Einen nicht unwesentlichen Anteil an einer neu entfachten Diskussion, die über den Kampf gegen die Ausbeutung der Kreatur hinausgeht, hat das "Great Ape Project".
Ausgehend von den genetischen Entsprechungen, ähnlichen sozialen und kognitiven Fähigkeiten sowie emotionalen und affektiven Bedürfnissen fordert es, Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos Grundrechte zu gewähren, die bislang uns Menschen vorbehalten sind. Dazu gehören unter anderem das Grundrecht auf Leben und individuelle Freiheit sowie das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit. "Die großen Menschenaffen sind wie wir, nur dass sie ein paar mehr Haare auf dem Körper haben", sagt Colin Goldner.
Der Psychologe und Tierrechtler koordiniert seit 2011 das "Great Ape Project". In seinem vor Kurzem erschienenen Buch "Lebenslänglich hinter Gittern" will er die "Wahrheit über Gorilla, Orang Utan & Co." dokumentieren.
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